Apotheker haftet bei fehlerhafter Medikamentenabgabe nach Arzthaftungsgrundsätzen.

Einen Apotheker treffen berufsrechtlich Beratungspflichten hinsichtlich der von ihm abgegebenen Medikamente, die über die allgemeinen vertraglichen Warn- und Hinweispflichten eines Verkäufers hinausgehen. Auf die Verordnung des Arztes darf er nicht blind vertrauen, denn auch ein Arzt und sein Personal können irren bzw. ihnen kann ein folgenschweres Versehen unterlaufen. Der Apotheker muss sich vielmehr eigene Gedanken über die Richtigkeit und Sinnhaftigkeit der Verordnung machen. Im Zweifel muss der Apotheker beim Arzt nachfragen und Angestellte des Apothekers müssen entweder beim Arzt oder ihrem Chef bzw. einem anderen Apotheker nachfragen. Einen Apotheker treffen insoweit entsprechende Organisations-, Instruktions- und Überwachungspflichten hinsichtlich seines Personals, dessen Fehlverhalten der Apotheker sich hinsichtlich der vertraglichen Pflichten nach § 278 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB ) zurechnen lassen muss.

Durch eine unkritische Befolgung einer ärztlichen Verordnung und die Abgabe des verschriebenen Medikamentes kann ein Apotheker seine vertraglichen Pflichten (aus dem Kaufvertrag über das Medikament) verletzen und sich nach § 280 Abs ...

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