Auswirkung des konventionellen Kraftwerksparks auf die EEG-Umlage - Stromkunden finanzieren über die EEG-Umlage auch den Weiterbetrieb von Atom- und Braunkohlekraftwerken

● Wolf von Fabeck, Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) ● In der energiepolitischen Diskussion wird häufig übersehen, dass die EEG-Umlage nicht nur durch die Einspeisevergütungen für Solar- und Windanlagen entsteht, sondern dass ein wachsender Anteil der EEG-Umlage durch Hinauszögern bei der Umstellung des konventionellen Kraftwerksparks – also durch Planungsfehler - verursacht wird. Es geht deshalb im Folgenden darum, die unnötige Belastung der EEG-Umlage durch den Weiterbetrieb der Atom- und Kohlekraftwerke ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Im Interesse der besseren Verständlichkeit sollen nur wesentliche Effekte zur Sprache kommen. Der Zweck der EEG-Umlage Die Betreiber der Solar-, Wind- und sonstiger EEG-Anlagen speisen EEG-Strom ins Stromnetz ein und erhalten dafür vom Netzbetreiber die Einspeisevergütung. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben dann die Aufgabe, den EEG-Strom am Spotmarkt der Strombörse weiter zu verkaufen. Die Bildung des Börsenpreises aus Angebot und Nachfrage nach der Ausgleichs-Mechanismus-Verordnung wird hier als bekannt vorausgesetzt. Da der Börsenerlös für den Verkauf des EEG-Stroms meist niedriger ist als die EEG-Einspeisevergütung, machen die ÜNB Verluste. Die EEG-Umlage soll diese Verluste ausgleichen. EEG-Umlage = Summe der Einspeisevergütungen minus Börsenerlös des EEG-Stroms Zur anschaulichen Darstellung dient ein Koordinatensystem, welches in der senkrechten Achse die Strompreise und in der waagerechten Achse die Strommengen darstellt. Rechtecke in diesem Koordinatensystem zeigen Geldmengen an. Bild 1: EEG-Umlage gleicht Verluste beim Börsenverkauf des EEG-Stroms aus Die EEG-Umlage muss also umso höher werden, je geringer der Börsenerlös für den EEG-Strom ist. Der Börsenerlös des EEG-Stroms ist umso geringer, je mehr konventioneller Billig-Strom gleichzeitig mit dem EEG-Strom angeboten wird ...Zum vollständigen Artikel


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