Hohe Strafen im Krefelder Drogenprozess. Trotzdem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Cannabispflanzen

Jugend- und Freiheitsstrafen zwischen 3 Jahren und 6 Jahren und 6 Monaten hat die Staatsanwaltschaft am gestrigen vierten Verhandlungstag in einem Drogenprozess vor dem Krefelder Landgericht gefordert, verhängt wurden dann Strafen zwischen 2 Jahren und 9 Monaten und 4 Jahren und 9 Monaten. Zur Verurteilung gelangten insgesamt 19 Taten der Einfuhr und des Handeltreibens mit nicht geringen Mengen von Cannabis, wobei bei den einzelnen Fahrten zwischen 2 und 9 Kilo transportiert worden waren. Darüber hinaus ging es noch um den Besitz von Waffen, darunter auch halbautomatische Schusswaffen von einiger Gefährlichkeit.

Haupttäter ist ein zur Tatzeit knapp 20 Jahre junger Mann türkischer Herkunft, der das Geschehen trotz einer von einem Sachverständigen konstatierten deutlich unterdurchschnittlichen Intelligenz dominiert hat, wobei manches dafür spricht, dass er tatkräftige Unterstützung aus seiner Familie erhielt. Die beiden anderen Angeklagten, darunter auch mein Mandant, haben in erster Linie als Fahrer fungiert, die nach den gerichtlichen Feststellungen auf Abruf gegen eine recht geringe Entllohnung bereit standen. Problematisch für meinen Mandanten, der als Einziger zur Tatzeit älter als 21 Jahre alt war und damit dem Erwachsenenstrafrecht unterfällt, war die Tatsache, dass er zwar “nur” Tatgehilfe beim Handeltreiben, aber Täter bei der Einfuhr war, und das wird nach § §0 Abs. 1 Nr. 4 BtmG mit einer Mindeststrafe von 2 Jahren pro Fahrt bestraft, wenn kein minderschwerer Fall vorliegt.

Einer der beiden anderen Angeklagten, auch er nur Fahrer, hatte gleich nach der Festnahme ein umfassendes Geständnis abgelegt und dabei auch Kronzeugenangaben im Sinne des § 31 BtmG gemacht, wofür es erhebliche Strafmilderung geben kann ...

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