Gimme Five – oder: Gib mir auswertbare Fingerabdrücke!

Vier gegen die Bundesrepublik.

Ich überlege, ob ich besser sagen sollte:

Vierzig gegen die Bundesrepublik.

Das hätte dann allerdings beinahe etwas von The Wild Bunch à la Ali.

Im Sinne von: Ali und die 40 Räuber.

Ganz falsche Assoziation, wäre das. Wo es – mir – eigentlich nur um die 40 Fingerabdrücke ginge, die maximal bei 4 x 10 Fingern für Fingerabdrücke assoziativ im Sinn liegen. Gimme Five², …sozusagen. Oder Gimme Five Double Feature.

Um solche nämlich geht es: Fingerprints. Nicht irgendwelche. Sondern auswertbare. Sie denken vielleicht: Sind die das nicht immer? Auswertbar? Fragen Sie die Experten für Fingerabdrücke, die selbst von Bruchteilen eigentlicher vollständiger Fingerabdrücke noch manches an Erkenntnis- und Ermittlungsgewinn zu zuzeln vermögen.

Was aber (vielleicht und hie und da) für strafrechtliche Ermittlungen und Beweisführung genug sein kann, genügt in anderen Bereichen nicht jedem. Das kann man aus den vier Verfahren und Fällen schliessen, um die es am 5.9.2013 beim Bundesverwaltungsgericht gehen wird. Titel der Crime Time…pardon: Prime Time der Verhandlung dort:

“Einstellung des Asylverfahrens bei nicht auswertbaren Fingerabdrücken”.

Und darum geht es dort :

Der Kläger im Verfahren BVerwG 10 C 1.13 ist nach eigenen Angaben ein somalischer Staatsangehöriger. Er wendet sich gegen die Einstellung seines Asylverfahrens nach §§ 32, 33 Abs. 1 AsylVfG.

Er beantragte am 23. August 2010 die Anerkennung als Asylberechtigter. Eine Auswertung der ihm am gleichen Tag abgenommenen Fingerabdrücke zum Zweck der erkennungsdienstlichen Behandlung war nicht möglich. Der mit der Abnahme der Fingerabdrücke befasste Mitarbeiter war der Auffassung, Spuren von Manipulationen an den Fingerkuppen des Klägers erkannt zu haben, was dieser bestritt ...

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