Tilgung im Berliner Korruptionsregister

Zwar kann eine vorzeitige Löschung aus dem Berliner Korruptionsregister bei Nachweis der wiederhergestellten Zuverlässigkeit in Ausnahmefällen erfolgen. Dafür muss nicht nur der entstandene Schaden ersetzt bzw. etwaige Schadenersatzansprüche anerkannt worden sein, sondern es ist auch Voraussetzung für die vorzeitige Tilgung, dass durch organisatorische und personelle Maßnahmen Vorsorge gegen die Wiederholung des Rechtsverstoßes getroffen worden sind.

So hat das Verwaltungsgericht Berlin in dem hier vorliegenden Eilverfahren über den Antrag eines Geschäftsführers einer GmbH auf vorzeitige Tilgung aus dem Korruptionsregister entschieden. Seit dem 1. Juni 2006 führt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein zentrales Register über korruptionsauffällige Unternehmen in Berlin. Das Korruptionsregister dient der Information der öffentlichen Auftraggeber in Berlin über bekannt gewordene Verurteilungen von Unternehmen und der für sie handelnden Personen. Der Antragsteller war als Geschäftsführer einer GmbH im März 2011 vom Amtsgericht Tiergarten wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen verurteilt worden. Daraufhin wurde er in das Korruptionsregister eingetragen ...

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