Das Rundum-Sorglos-Paket der Werkstätten

Unfälle werden heutzutage nicht selten durch Werkstätten reguliert. Die Werkstätten bieten dem Kunden an, für die Beauftragung des Gutachters zu sorgen und alle Formalitäten in die Hand zu nehmen. Kosten seien damit nicht verbunden. Für den Geschädigten erscheint dies als “Rundum-Sorglos-Paket”, zumal das beschädigte Fahrzeug sich in der Regel ohnehin bei der Werkstatt befindet. Tatsächlich machen die Geschädigten häufig den sprichwörtlichen Bock zum Gärtner, da die Werkstatt zunächst ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen im Blick hat.

Ein Paradebeispiel für eine solche Unfallregulierung, in dem die Einstandspflicht des gegnerischen Versicherers unstreitig war, liegt mir aktuell vor:

Die Werkstatt beauftragte im Namen ihres Kunden den Sachverständigen. Es handelte sich indes um einen Sachverständigen, dessen Auswahl die Werkstatt zuvor mit dem einstandspflichtigen Versicherer abgestimmt hatte. Hätte der Geschädigte, der den Sachverständigen frei hätte wählen können, wirklich gewollt, daß die Gegenseite den Sachverständigen aussucht, der über die Schadenshöhe entscheidet? Nunmehr neun Monate nach dem Unfall ist der Unfall bei klarer Verursachungslage noch nicht vollständig reguliert. Die Werkstatt hat ihren Kunden darauf hingewiesen, daß der Schaden nur dann bezahlt wird, wenn er das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt reparieren läßt. Diese Auskunft ist vorliegend schlichtweg falsch und dürfte nur dazu gedient haben, den Reparaturauftrag zu erhalten ...Zum vollständigen Artikel


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