Das alleinige Dienstzimmer des Professors

Ein Anspruch auf ein bestimmtes (Einzel-)Dienstzimmer steht einem Professor an einer Hochschule auch dann nicht zu, wenn er seit mehr als zwanzig Jahren in einem Einzelbüro untergebracht war. Der Dienstherr hat bei der Zuweisung von Diensträumen ein nahezu uneingeschränktes organisatorisches Gestaltungsermessen – solange die Zuweisung des neuen Zimmers nicht sachlich unvertretbar oder willkürlich ist.

So der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in dem hier vorliegenden Fall eines Eilantrages mit dem sich ein Professor an der Hochschule Furtwangen dagegen gewehrt hat, zukünftig sein Diestzimmer mit einem Kollegen teilen zu müssen. Er war seit zwanzig Jahren in einem Einzelbüro untergebracht. Im Zuge einer durch Baumaßnahmen ausgelösten neuen Raumorganisation wies die Hochschule ihm ein neues Dienstzimmer zu, das er mit einem Kollegen zu teilen hat. Mit seinem Eilantrag begehrte der Antragsteller die Verpflichtung der Hochschule, ihm sein Einzelbüro zu belassen, hilfsweise ihm kein Zweierbüro zuzuweisen. Das Verwaltungsgericht Freiburg lehnte den Eilantrag ab. Mit seiner Beschwerde wandte der Antragsteller u.a. ein, es gebe an der Hochschule viele Professoren, die über Einzelbüros verfügten. In seinem bisherigen Dienstzimmer sowie in drei weiteren Einzelzimmern säßen nunmehr Assistenten oder andere Mitarbeiter. Ein ganzes Stockwerk stehe leer.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg stehe dem Antragsteller auch unter Berücksichtigung seiner grundrechtlich geschützten Rechtsstellung als Professor an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ein Anspruch auf ein bestimmtes (Einzel-)Dienstzimmer nicht zu ...

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