Solen AG: Gläubigerversammlung schlägt neuen Kurs ein

Die Gläubiger wollen neue Wege gehen. Sie wählten in der Gläubigerversammlung � dem �Parlament der Gläubiger� � einen neuen Insolvenzverwalter. Rechtsanwalt Martin Lambrecht aus der Düsseldorfer Kanzlei Leonhardt erschien den Forderungsinhabern geeignet, um dem Management, Vertragspartnern und evtl. Hintermännern selbst auf internationaler Ebene Paroli zu bieten. Schon der Bericht des vorläufigen Insolvenzverwalters zeigte deutlich, dass ein zweifelhaftes Geschäftsgebahren vorlag, das zu unrechtmäßigen Geldabflüssen führte. Die Rede war in diesem Zusammenhang von �anfechtbaren� Zahlungen. Die Wahl des erfahrenen Düsseldorfer Juristen schien der eindeutigen Mehrheit nach für das Amt des Insolvenzverwalters geeignet. Für ihn sprach seine zusätzliche Qualifikation als Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt sowie seine Praxiserfahrung, erworben in einem etablierten Insolvenzverwalterbüro. Ihm wird zugetraut, die dubiosen Verflechtungen, die das Management hinterlassen hat � und die wohl auch Ursache für die Insolvenz sein könnten � fachgerecht zu durchleuchten. Zu Unrecht geleistete Beträge sollen so zum Unternehmen, d. h. zur Insolvenzmasse, zurück geholt werden, so dass die Anleger davon profitieren sollen. Zu den kritisch zu betrachtenden Vorgängen gehört nicht nur die Ausgliederung des operativen Geschäfts von der Solen AG auf Tochterunternehmen, sondern auch der Verkauf von zwei Solarparks der Tochtergesellschaften zu bemerkenswert �günstigen� Konditionen. Ob in diesem Zusammenhang von einem seriösen Gebahren gesprochen werden kann, ist zweifelhaft, denn die Kaufpreise scheinen nach Ansicht des vorläufigen Insolvenzverwalters deutlich unter dem Marktwert zu liegen. So sei einer der beiden Solarparks, dem man in Fachkreisen einen Wert von ca. 4 Mio. Euro zuschreibt, für lediglich 1,5 Euro Mio. verkauft worden ...Zum vollständigen Artikel

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