Das riecht nach Ärger: Henkel lässt „Deo-Werbung“ verbieten

Wie das Handelsblatt berichtet hat, konnte der Henkel-Konzern aus Düsseldorf dem Beiersdorf-Konzern aus Hamburg vor dem Landgericht Düsseldorf eine Niederlage zugefügen und damit das ohnehin angespannte Verhältnis der beiden Rivalen um eine weitere Duftnote bereichern.

In dem einstweiligen Verfügungsverfahren (Az. 14c O 94/13) ging es um die Frage, ob Beiersdorf für sein Nivea-Produkt „Invisible for Black & White“ mit den Aussagen „Das beste Deo gegen gelbe Flecken“ bzw. „Schwarz bleibt Schwarz“ werben darf. Der Henkel-Konzern – Hersteller des Konkurrenzprodukts „Fa“ – sah in diesen Aussagen eine gemäß § 5 UWG unzulässige irreführende Werbung und beantragte im Eilverfahren den Erlass einer Unterlassungsverfügung in Bezug auf die getätigten Werbeaussagen.

Deo nicht gleich Deo

Die Richter am Landgericht Düsseldorf gaben dem Antrag von Henkel vollumfänglich statt. Die Aussage „Bestes Deo gegen gelbe Flecken“ ist nach Auffassung des Gerichts schon deshalb irreführend, weil das Produkt „Invisible for Black & White“ überhaupt kein Deodorant sondern ein Antitranspirant sei. Im Unterschied zu Deodorants, welche den Schweißgeruch nur übertünchen, enthielten Antitranspiranten den Wirkstoff Aluminiumhydroxychlorid, welcher die Schweißbildung unterdrücke. Durch die Freisetzung dieses Stoffes würden die als störend empfundenen gelben Flecken aber erst hervorgerufen. Ein Antitranspirant könne dementsprechend überhaupt nicht das „beste Deo gegen gelbe Flecken sein“, weil reine Deodorants diese Flecken überhaupt nicht produzieren ...

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