Bewährungswiderruf ja oder nein

Mein Mandant ist ein recht umtriebiger Geselle. Rund 100 Autoaufbrüche werden ihm vorgeworfen, alles in verschiedenen Städten. Außerdem fährt er gerne mal schwarz und ab und zu lässt wohl auch mal Kleinigkeiten in Geschäften mitgehen. Er sorgt hier also immer für Arbeit, permanent trudeln irgendwelche Anklagen ein. Und da er unterlaufender Bewährung steht – 1 Jahr und 3 Monate wurden ausgesetzt – werde ich jedes Mal als Pflichtverteidiger beigeordnet. Manchmal muss ich die Beiordnung extra beantragen, manchmal beantragt das die Staatsanwaltschaft schon in der Anklage.

Gestern allerdings flattert mir ein Beschluss eines kleinen saarländischen Amtsgerichtes auf den Tisch. Eine Richterin hat es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht, die Staatskasse zu schützen. Sie schreibt mir in ihrem Beschluss, der Mandant stehe ja wegen Körperverletzung und gemeinschaftlichem Betrug im besonders schweren Fall in vier Fällen unter laufender Bewährung. Und die – bei ihr – aktuelle Sache sei ja nur wegen Diebstahls ...

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