Grob fahrlässiges Handeln eines Steuerberaters bei Nutzung einer „komprimierten“ Einkommensteuererklärung

Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass der Steuerberater ein grobes Verschulden begeht, wenn er seinen Klienten nur eine “komprimierte” Elster-Einkommensteuererklärung zum Überprüfen aushändigt, ohne zuvor den maßgeblichen Sachverhalt in vollem Umfang zu ermitteln und seinen Klienten somit nicht die Möglichkeit gibt, die darin gemachten Angaben auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen.

Anspruch auf Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Konkret ging es um den Kläger, der anfangs mit seiner Partnerin und einem gemeinsamen Kind in einem Haushalt lebte. Weil er mit der Kindesmutter zusammenlebte, erhielt er nicht den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gemäß § 24b des Einkommensteuergesetzes in Höhe von 1.308 €, weshalb er in der Einkommensteuererklärung keine derartigen Angaben machen musste. Nachdem es zu einer Trennung gekommen war, hatte er einen solchen Anspruch auf diesen Entlastungsbetrag.

Steuerberater legt Kläger komprimierte Elster-Einkommensteuererklärung vor

Der Steuerberater erstellte wie in den Jahren zuvor auch schon, die Steuererklärung für 2007 nach den Vorgaben des Klägers. Er wusste jedoch nichts von der Trennung des Paares. Der Steuerberater legte dem Kläger eine komprimierte Einkommensteuererklärung vor, die er mit Hilfe des Programms “Elster” angefertigt hatte ...

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