Exzellente interdisziplinäre Forschung – gefällt Berlin nicht? Sollte sie aber!

In Berlin beginnen nächste Woche die Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2014/15. Dass angesichts der Sparankündigungen auch in der Wissenschaft massiv gekürzt wird, scheint so gut wie sicher. Jetzt hat der Senat angekündigt, die Mittel für das „Forum Transregionale Studien“ und damit auch für das Forschungsprogramm “Rechtskulturen“ komplett zu streichen. Rechtskulturen ist ein einzigartiges, innovatives Programm, das die Begegnung unterschiedlicher regionaler und disziplinärer Perspektiven auf das Recht ermöglicht. Von den Diskussionen, Anregungen und Konflikten, die daraus bereits erwachsen sind, haben nicht nur wir schon häufig und intensiv profitiert. Der Senat gefährdet mit seinen Plänen ein Programm, das interdisziplinäres und international vernetztes Arbeiten in der Rechtswissenschaft fördert und die vertrauten Kooperationsgewohnheiten aufbricht – so wie es nicht zuletzt der Wissenschaftsrat fordert. Wir halten die geplante Einstellung der Förderung deshalb für falsch. Ein Protest!

von HELMUT AUST, ISABEL FEICHTNER, CHRISTOPH GOOS, ANNA-BETTINA KAISER, ANN-KATRIN KAUFHOLD, ULRIKE LEMBKE, ANNA KATHARINA MANGOLD, NORA MARKARD, FLORIAN MEINEL, SABINE MÜLLER-MALL, MORITZ RENNER und EMANUEL V. TOWFIGH

Interdisziplinarität und Internationalität als leere Forderungen der Stunde?

Interdisziplinarität gehört zu den wissenschaftlichen Credos der Stunde. Ebenso das Bemühen um die Internationalisierung der Forschungsgespräche. Diese Forderungen sind mit einiger Verspätung nun auch in der Rechtswissenschaft ubiquitär. Der Wissenschaftsrat fand im letzten Jahr klare Worte: Die „Öffnung für und die Einbeziehung von Perspektiven der Nachbardisziplinen der Rechtswissenschaft“ sei notwendig, um eine „Dynamisierung der Forschung“ zu erreichen ...

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