BGH: Aufpassen beim modifizierten Zugewinnausgleich - er kann ziemlich ungerecht sein!

Die Eheleute wünschten sich ein eigenes Haus, und die Eltern der Frau gaben das Grundstück dazu gern her. Allerdings wollten sie - hellsichtig, wie Eltern manchmal sind - nicht, dass ihr Schwiegersohn von der Schenkung profitiert. Sie schenkten das Grundstück also ihrer Tochter allein und bestanden darauf, dass die Eheleute einen Ehevertrag abschließen, in dem das Hausgrundstück beim Zugewinnausgleich unberücksichtigt bleiben sollte. Im übrigen sollte der Zugewinnausgleich aber nach den gesetzlichen Regeln stattfinden. Anschließend zogen die Eheleute in das auf dem Grundstück stehende kleine Haus ein und bauten sogar noch einen Anbau an, der dann natürlich ebenfalls im Alleineigentum der Ehefrau stand, § 946 BGB. Und dann kam nach einiger Zeit, in der das Anwesen wesentlich an Wert gewann, die Trennung und die Scheidung daher. Und nun hatte zwar eigentlich die Ehefrau des erheblich höhere Vermögen, denn ihr gehörten ja Haus und Grund. Die blieben aber bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs außer Betracht. Und zusätzliches weiteres Vermögen hatte sie nicht erworben. Der Ehemann hingegen hatte nicht nur Geld ins Haus gesteckt sondern auch noch einiges auf die hohe Kante gelegt - und davon musste er nun im Wege des Zugewinnausgleichs die Hälfte, genauer gesagt etwa 17.000 € abliefern ...Zum vollständigen Artikel


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