OLG Köln: Für ein nichteheliches Kind muss im Zweifel auch der Opa zahlen.

Es ist eine jener Geschichten, die das Leben schreibt: die nichteheliche Tochter wird im Dezember 1992 geboren. Knapp 3 Jahre später, nämlich im Juli 2001 wird der Vater zur Zahlung von Kindesunterhalt verurteilt. Jahre später schließt die Tochter die Hauptschule ab und besucht anschließend eine Berufsfachschule für Ernährung und Hauswirtschaft. Im Februar 2011 bricht sie diese Ausbildung jedoch ab, weil sie schwanger ist und bringt am 26.7.2011 selbst eine Tochter zur Welt. Der Kindsvater absolviert ebenfalls gerade eine Ausbildung, die erst im Jahre 2015 endet und kann daher keinen Kindesunterhalt bezahlen. Das Paar trennt sich überdies auch nochim Februar 2013. Nun will der zwischenzeitliche Großvater aus seiner Unterhaltspflicht heraus. Seine Tochter sei nun volljährig und müsse arbeiten, notfalls Teilzeit und notfalls auch abends und an den Wochenenden. Der Kindsvater könne auf den Enkel aufpassen. Außerdem könne die Tochter ihr Kind ja in eine Betreuungseinrichtung geben. Sie könne damit für ihren Unterhalt selbst aufkommen. Dem widerspricht das OLG Köln (Beschluss vom 6. 20 3. 2013, Aktenzeichen 25 UF 241/12 = NJW 2013,2448): Zwar sei die Tochter gehalten, ihre über die Volljährigkeit hinaus fortbestehende Unterhaltsberechtigung und Bedürftigkeit darzulegen und zu beweisen ...Zum vollständigen Artikel


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