Wer die Wahl hat, hat die Qual: Ambulant oder stationär – im 24 -Stunden-Takt?

Die BKK vor Ort hat einen Versicherten G.

Dieser kam am Abend des 31.3.2013 in die A-Kliniken H GmbH. Als Notfall um 20.38 Uhr wegen akuter Gastroenteritis mit rezidivierender hypotoner Kreislaufdisregulation und wurde wegen derselben vollstationär aufgenommen. Die klagende Klinikbetreiberin gab in der Aufnahmeanzeige den voraussichtlichen Entlassungstermin mit Freitag, den 2.4.2010 an. Tatsächlich erfolgte die Entlassung bereits am Donnerstag, den 1.4.2010 um 12.28 Uhr.

Die Klä­gerin stellte der Beklagten für diese vollstationäre Behandlung insgesamt 678,14 Euro in Rech­nung.

Die Beklagte bat die Klägerin, die Rechnung zu stornieren und die erbrachte Leistung am­bulant abzurechnen. Es handle sich ihrer Meinung nach um den klassischen Fall einer ambulanten Behandlung im Kran­kenhaus.

Sie ahnen es – die Klinik sah das ganz anders und ging daher zum Sozialgericht. Erfolglos. Dort sah man die Leistung nicht als vollstationäre Krankenhausbehand­lung abrechenbar an.

Die Klägerin ging eine Etage höher. Mit der Berufung. Das LSG änderte das erst­instanzliche Urteil und verurteilte die Krankenkasse zur Zahlung von 678,14 Euro nebst Zinsen verurteilt mit der Begründung:

Eine Aufenthaltsdauer von knapp 16 Stunden schließe eine vollstationäre Behandlung nicht von vornherein aus. Eine starre Mindestaufenthaltsdauer von 24 Stunden lasse sich der Rechtsprechung des BSG nicht entnehmen und sei auch nicht sachgerecht ...Zum vollständigen Artikel


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