Mallorcas frühere politische Elite wandert sukzessive in den Knast – 360.000 Euro in Kakao-Dose vergraben

Kathedrale SonSeu, Palma de Mallorca

Das Landgericht von Palma de Mallorca hat am vergangenen Freitag einen Antrag der Anwälte der früheren “Inselkönigin” Maria Antonia Munar auf Haftverschonung zurückgewiesen. Die vormalige langjährige Vorsitzende des mächtigen Inselrates der Balearen und zeitweise Parlamentspräsidentin war am 24. Juli 2013 wegen diverser Korruptionsdelikte verurteilt und sofort in Haft genommen worden. In zwei Verfahren, die allerdings noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sind, war sie zu insgesamt 11 1/2 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ich hatte im strafblog darüber berichtet.

Langjährige Haftstrafen waren in den letzten Jahren unter anderem gegen den früheren Bürgermeister und gegen den Bauamtsleiter der Nobel-Gemeinde Port Andratx, gegen den früheren Ministerpräsidenten Jaume Mátas (gegen den noch viele Verfahren anhängig sind) sowie gegen einen Polizeichef aus Palma verhängt worden. Ende Juli hat es dann einige weitere Mitglieder der politischen und wirtschaftlichen Elite der Insel erwischt. Am 26.7. wurde der ehemalige konservative Wirtschafts- und Industrieminister Cardona durch das Palmeser Landgericht gleich zu 16 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und unmittelbar danach wegen Fluchtgefahr inhaftiert. In seiner Amtszeit von 2003 bis 2007 soll er öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut und Bestechungsgelder kassiert haben. Antònia Ordinas, Ex-Geschäftsführerin der balearischen Behörde für Außenhandelsförderung (CDEIB), wurde im selben Verfahren zu 3 Jahren und 8 Monaten Haft wegen illegaler Auftragsvergaben verurteilt. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin hatte die geständige Frau zuvor 300 ...

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