Der Richter denkt mit

So ziemlich jeder Strafverteidiger hat Mandanten, die eine große Anzahl an Mandaten fabrizieren. Meistens handelt es sich um Mandanten aus der BtM-Szene. Irgendwie müssen die Drogen finanziert werden. Auf legalem Wege geschieht das selten. Spätestens, wenn der Job aufgrund der Sucht weg ist, wird der Konsum entweder mit Drogenhandel oder mit Diebstählen/Einbrüchen finanziert. Meistens schlagen die Mandanten die nächstbesten Autoscheiben ein und klauen Navis oder es werden im Supermarkt Schnaps, Parfüm oder Rasierklingen mitgenommen…ohne zu bezahlen, versteht sich. Das Diebesgut wird dann in irgendwelchen An- und Verkaufläden versetzt, für ein paar Euro.

Und weil die Drogen nicht billig sind, wird viel geklaut und das auch meistens an unterschiedlichen Orten, damit es nicht so auffällt. Dann schwirren zunächst bei diversen Polizeiinspektionen und später bei der Staatsanwaltschaft jede Menge Verfahren herum über die kein Mensch den Überblick behält. Es sind unterschiedliche Staatsanwälte zuständig und angeklagt wird auch wieder an unterschiedlichen Gerichten ...

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