Abordnung einer Schulleiterin an eine andere Schule

Die Abordnung der Rektorin einer Realschule an eine Oberschule ist rechtswidrig, wenn die Landesschulbehörde die Abordnung ausgesprochen hat, ohne die persönlichen Verhältnisse der Beamtin hinreichend zu berücksichtigen. Bei einem Verstoß gegen Vorschriften zur Bewirtschaftung der von der Schulträgerin zur Verfügung gestellten Finanzmittel handelt es sich in erster Linie um Störungen in der Zusammenarbeit zwischen der Schulträgerin und der dieser Behörde geschlossen entgegentretenden, durch die Schulleiterin repräsentierten Schulgemeinschaft, nicht aber um eine unmittelbare Störung des innerschulischen Friedens und rechtfertigt deshalb nicht die Abordnung der Beamtin.

So das Verwaltugnsgericht Osnabrück in dem hier vorliegenden Fall eines Antrags auf vorläufigen Rechtsschutz, mit dem sich die Rektorin einer nordhorner Realschule gegen die Verfügung der Niedersächsischen Landesschulbehörde gewandt hat, durch die sie zum 1. August 2013 an eine ca. 57 km entfernt liegende Oberschule abgeordnet werden sollte.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Osnabrück sei die Abordnung offensichtlich rechtswidrig. Die Abordnung der Schulleiterin setze voraus, dass ihre reibungslose Zusammenarbeit mit dem Schulkollegium, der Elternschaft, dem Schulpersonalrat und den Schülern in einer Weise gestört werde, die der Erfüllung des Bildungsauftrages der Schule entgegenstehe. Für eine solche Störung gege es keinerlei Anhaltspunkte. Vielmehr hätten sich das Lehrerkollegium und die Eltervertreter nahezu geschlossen für den Verbleib der Rektorin an der Schule ausgesprochen ...

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