Bundestagswahl 2013 – was plant die SPD im Arbeitsrecht?

Mit einem 120 Seiten starken Regierungsprogramm zieht die SPD in den Bundestagswahlkampf 2013. “Das WIR entscheidet” – mit diesem Motto sollen die Bürgerinnen und Bürger diesmal besonders miteinbezogen werden. Denn: Auf 350 Veranstaltungen hat die Partei vielen Menschen die Frage gestellt, was in Deutschland besser werden muss. Die interessantesten Anregungen und Antworten wurden aufgenommen und sollen in das neue Regierungsprogramm miteingeflossen sein.

Im Vorwort erklärt die Partei den Kampf um soziale Gerechtigkeit zu ihrer Daueraufgabe. Sie verweist dabei auf ihre Erfolge aus früheren Zeiten, wie etwa der Einführung des Acht-Stunden-Tags, der Installierung von Arbeitnehmerrechten und der Arbeitsschutzgesetzgebung. Der Abbau der sozialen Sicherungssysteme durch die Hartz IV-Gesetzgebung in den Jahren 2002 und vor allem 2005 muss dabei wohl unerwähnt bleiben. Nur: Viele tragen genau das der Partei noch bis heute nach.

Das Programm liest sich leider etwas schwer und mühsam: Man muss sich durchbeißen, seitenlange Bleiwüsten machen es dem Interessierten nicht leicht. Wie wenn es die Partei gewusst hätte, was sie dem Leser da zumutet, bietet sie neben dem Regierungsprogramm im Volltext eine zweite Fassung in sog. “leichter Sprache” an. Eine sehr gute Idee, leider rutscht der Stil zuweilen in die Nähe des Niveaus der “Sendung mit der Maus”. Kleine Kostprobe gefällig? Hier bitte sehr, wie wäre es zum Beispiel mit der Erklärung des Begriffs “Finanzkrise”:

“Es geht der Wirtschaft in vielen Ländern von Europa nicht gut. Manche Länder haben viele Schulden. Die Banken haben Probleme. Die großen Firmen und Fabriken brauchen Geld von der Bank. Ohne Geld können Firmen nicht arbeiten. Länder brauchen auch Geld. Man sagt dazu: Finanz-Krise.”

Na ja, die meisten könnten es sicher auch nicht verständlicher. Dennoch ist das begrüßenswert, haben so auch Menschen mit sprachlichen Problemen Zugang zu dem, was die Partei möchte ...

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