Die fehlgeschlagene Kapitalanlage

Für eine fehlgeschlagene Kapitalanlage haftet der Geschäftsführer und Alleingesellschafter der an einem Fonds als Treuhandgesellschaft beteiligten Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH nicht persönlich, wenn ihm persönlich kein betrügerisches Verhalten nachzuweisen ist, er keine Anleger getäuscht und keine Anlagegelder veruntreut hat.

Mit dieser Begründung hat das Oberlandesgericht Hamm in dem hier vorliegenden Fall der Klage eines Privatanlegers gegen den Geschäftsführer und Alleingesellschafter der DMI Treuhandgesellschaft auf Schadensersatz keinen Erfolg beschehrt und damit die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Bielefeld bestätigt. Ab dem Jahre 2005 initiierten zwei Kaufleute aus Gütersloh im Rahmen der von ihnen geführten Unternehmen der ACI – Gruppe mehrere geschlossene Immobilienfonds, mit deren Kapital Bürogebäude in Dubai errichtet werden sollten. Im Juli 2007 zeichnete der klagende Privatanleger aus Flensburg über die DMI als Treuhandgesellschaft eine Beteiligung im Nennwert von 20.000 € am V. Fonds. Dabei erwartete er, steuerbegünstigt an den Gewinnen des Fonds beteiligt zu werden. Nachdem das Geschäftsmodell des Fonds fehlgeschlagen und die Fondsgesellschaft in Insolvenz gefallen war, hat der Kläger den Beklagten persönlich auf Schadensersatz in Anspruch genommen und sein Begehren insbesondere damit begründet, der Beklagte habe es versäumt, die Verwendung der Anlagegelder durch die Fondsgesellschaft bzw. ihre Initiatoren hinreichend zu kontrollieren.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Hamm seien die Voraussetzungen für eine deliktischen Haftung des Beklagten nicht festzustellen. Der Beklagte habe als Geschäftsführer der DMI gehandelt ...

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