Bitte lächeln! Wenn der Vorgesetzte mit der Handykamera knipst

Fährt ein Arbeitnehmer trotz Krankschreibung mit seinem Auto in eine Waschanlage, darf der Vorgesetzte ihn wegen des Verdachts einer vorgetäuschten Erkrankung fotografieren. Das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers und dessen Recht am eigenen Bild werden mit den Aufnahmen nicht verletzt, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in einem am Montag, 12.08.2013, veröffentlichten Urteil (AZ: 10 SaGa 3/13). Die Mainzer Richter lehnten damit den Antrag eines angestellten Produktionshelfers auf Erlass einer einstweiligen Verfügung ab.

Der Produktionshelfer war vom 25.02.2012 bis 27.03.2013 krankgeschrieben. Am 16.03.2013 fuhr er dennoch mit seinem Vater in eine Autowaschanlage. Dabei entdeckte ihn sein Vorgesetzter. Er wunderte sich, dass der Beschäftigte nicht wegen seiner Erkrankung das Bett hütet. Der Verdacht einer vorgetäuschten Krankheit keimte auf.

Der Vorgesetzte wollte nun „Beweise“ sichern und machte mit seiner Handykamera Fotos von dem Produktionshelfer. Im Zuge der Handyaufnahmen kam es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Der Arbeitgeber kündigte das Arbeitsverhältnis wegen tätlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten fristlos, hilfsweise fristgerecht zum 31.08.2013. Dagegen erhob der Beschäftigte Kündigungsschutzklage, über die noch nicht entschieden wurde.

Gleichzeitig beantragte er eine einstweilige Verfügung gegen seinen Vorgesetzten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK