Zur Urlaubszeit: Wechsel des Arbeitsorts und Reiserücktrittskostenversicherung

Die Reiserücktrittskostenversicherung gewährt Schutz gegen das Risiko, infolge eines unerwarteten Ereignisses eine gebuchte Reise nicht wie beabsichtigt antreten zu können. Zu den Ereignissen, die die Leistungspflicht des Versicherers auslösen, zählt nach den typischen Versicherungsbedingungen (Ziff. 2.1) die

„unerwartete Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses durch die versicherte Person oder eine mitreisende Risikoperson“

Das AG München hatte sich jetzt mit der Frage zu befassen, ob Versicherungsschutz auch dann besteht, wenn der Versicherungsnehmer ohne Wechsel des Arbeitgebers seinen Arbeitsplatz in eine andere Stadt verlegt und in der für die Reise geplanten Zeit seinen Umzug erledigen muss.

Die Klägerin hatte Ende 2011 eine zweiwöchige Reise nach Thailand gebucht, die Ende Juli/Anfang August 2012 stattfinden sollte. Der Reisepreis für die Klägerin, ihren Ehemann und ihre Tochter belief sich auf 6.304 Euro, davon waren 1.260 Euro anzuzahlen. Die Klägerin schloss eine Reiserücktrittskostenversicherung bei der Beklagten ab. Der Ehemann der Klägerin ist Beamter, er wurde am 23.03.2012 aufgefordert, zum 01.09.2012 einen neuen Dienstposten in Bremen anzutreten ...

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