Nicht erforderlich: Fluchtgefahr bei Mord und Totschlag

Der Tagesspiegel, den ich viele Jahre immer wieder gern gelesen habe, berichtet über den Fall des getöteten Kollegen aus dem Berliner Westend. Leider nicht in der gebotenen Qualität.

Die unvollständige bzw. falsche Berufsbezeichnung des Verstorbenen - er war Notar, Rechtsanwalt und (nicht nur) Steuerberater - ist eine (mit Googles Hilfe einfach vermeidbare) Nachlässigkeit. Geschenkt.

Aber dieser Satz hier zeigt, daß die beiden Journalistinnen auch juristisch unsauber gearbeitet haben:

Für einen Haftbefehl müssten zudem Gründe wie Fluchtgefahr vorliegen, was in diesem Fall nicht zutrifft.

Dabei erschließt sich auch einem juristischem Laien, der sich nicht scheut, mal kurz ins Gesetz zu schauen, sofort: Für Mord und Totschlag braucht es keine Fluchtgefahr, wenn die Untersuchungshaft angeordnet werden soll ...

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