Solen AG: Sollen Anleger über den Leisten gezogen werden?

Die Situation bei Solen AG (früher Payom Solar AG) ist unübersichtlich. Liest man die Berichte genau, so drängt leicht die Vermutung auf, dass Anlegerinteressen unter den Teppich gekehrt werden sollen. Als gemeinsamer Vertreter für die Anlegerbelange wird ein Anwalt ins Spiel gebracht, der bereits gegen Anleger der Solen AG im Vorfeld dieses Wahlganges tätig war. Außerdem ist innerhalb weniger Wochen ein Millionenbetrag �verschwunden�. Ein �alter Bekannter� taucht plötzlich wieder auf � schadet das den Anlegern? Wer zu der Versammlung der Anleihegläubiger am 19. August 2013 nach Meppen kommt, hat erfahren, dass Herr Dr. Thorsten Kuthe als Interessenvertreter für die Anleiheinhaber gewählt werden soll. So jedenfalls steht es in der Einladung, die das Amtsgericht Meppen versandt hat. Herr Kuthe ist Rechtsanwalt in der Kanzlei Heuking, Kühn Lüer in Köln. Die Bereitschaft von Kuthe, sich zur Wahl zu stellen überrascht Kenner der Solen AG. Denn Anwalt Kuthe war für das inzwischen insolvente Unternehmen erste Wahl, wenn es um juristische Feinarbeit ging. Der Kölner Berater kreierte das Konzept und die Bedingungen der Teilschuldverschreibung und er vertrat auch das Unternehmen, wenn es darum ging, sich gegen die Anleger zu stemmen. Er gilt � vertraut man der Aussage seines Profils, das auf der Internetseite der Kanzlei Heuking veröffentlicht ist � u. a. als klarer Stratege für Mittelstandsanleihen und die Position von kapitalhungrigen Unternehmen. So wird Kuthe von einigen als verlängerter Arm des �alten Regimes� von Solon AG bezeichnet. Ihm traut man von Anlegerseite nur schwerlich zu, dass er jetzt umschwenkt, um sich mit Energie für die bislang ungeschützten Kapitalgeber einzusetzen. Ein derartiger Schatten aus der Vergangenheit kann nach Ansicht der KANZLEI GÖDDECKE nur belastend sein. Anlegerschützer sehen Kuthe als einen klassischen Fall einer Fehlbesetzung für ein solches Amt ...Zum vollständigen Artikel

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