Rosenstachel und private Unfallversicherung

Das Oberlandesgericht OLG) Karlsruhe hat mit Urteil vom 11. Juli 2013 (Az.: 12 U 12/13) entschieden, dass die Folgen einer Verletzung durch einen Rosenstachel Gegenstand einer privaten Unfallversicherung sein können.

Eine Witwe hatte geklagt, deren verstorbener Ehemann bei dem beklagten Versicherer eine private Unfallversicherung abgeschlossen hatte. Im September verletzte sich der Mann beim Schneiden von Rosenstöcken durch einen Rosenstachel den linken Mittelfinger. Aufgrund starker Schmerzen begab er sich zu einem Arzt. Dieser veranlasste eine Einweisung in ein Krankenhaus. Dort wurde eine Infektion durch einen als gefährlich geltenden Erreger namens Staphylococcus aureus festgestellt. Bedingt durch die Infektion musste der linke Mittelfinger des Mannes teilamputiert werden. Nach einer dramatischen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes verstarb er schließlich an einer durch den Erreger ausgelösten Blutvergiftung.

Der Versicherer beschied die Forderung der Klägerin auf Auszahlung der Todesfallleistung aus der privaten Unfallversicherung ihres Mannes abschlägig, da Unfallfolgen aufgrund geringfügiger Hautverletzungen bedingungsgemäß nicht Gegenstand einer Unfallversicherung seien. Von einer derartigen Verletzung sei bei dem Kontakt mit einem Rosendorn jedoch auszugehen

Die Klage der Witwe gegen den Versicherer beim Karlsruher Landgericht hatte keinen Erfolg ...

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