Hot Jobs – Dienstunfallrisiken für Polizeibamte

Vielleicht liegt’s an der Saure-Gurken-Zeit, dass eine gestrige Entscheidung des VG München die Medien so interessiert. Vielleicht auch an der Tatsache, dass es ein Polizeibeamter war und nicht zB ein anderer Beamter.

Obwohl ich vermute, auch bei Finanzbeamten oder Lehrer wären Berichte nicht ohne diesen irgendwie amüsiert-kichernden Unterton aufgegriffen worden, der manchen Berichten über den Fall inne klingt.

Manche Berufe scheinen besonders geeignet, mit der Pressemeldung einen erwünschten Aufmerksamkeits- und halb cartoonistischen, cerebralen Assoziationseffekt zu erzielen, weil sie das Kopfkino und ein bisschen den Spott des Lesers im Hirn aktivieren. Nehmen wir uns selbst mal nicht ganz davon aus – Komik und Tragikomik menschlichen Lebens kitzelt eben Humor und Vergnüglichkeitsbedürfnis des Lesers selbst bei den grundmenschlichsten Bedürfnissen und Pannen des Alltagslebens. Kleinen Pannen und die menschliche Schadenfreude liegen nah beisammen. Eugen Roth, Erich Kästner und andere wussten darum und zeichneten sie mit feiner Feder.

Und so musste unweigerlich wohl auch die Frage den Leser über die Medien finden, ob der Schaden an einem polizeilichen (nein, nicht rügend, streng, belehrend im Dienst beim Bürger erhobenen, sondern) Finger Opfer eines Dienstunfalles wurde, weil und als er in der Toilettentüre eingeklemmt wurde. Nicht durch einen Dritten, beim Widerstand gegen den Polizeibeamten bei einer wilden Verfolgungshatz etwa. Sondern beim schlichten Gang zum …………ganz stillen Örtchen. Eines Polizeibeamten, der im Rahmen seines Dienstes an einer Prüfung im Polizeipräsidium München teilnahm. Bei einem Gang auf die Toilette während der Prüfung klemmte er sich in der Toilettentür die Finger ein. Er sah das als Dienstunfall, der Beklagte verweigerte die Anerkennung des Vorfalles als Dienstunfall, da der Toilettengang nicht dienstlicher, sondern privatwirtschaftlicher Natur sei ...

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  • Polizist verliert Prozess: Auf Toilette Finger eingeklemmt: kein Dienstunfallünchen

    abendzeitung-muenchen.de - 13 Leser - Ab der Klotür ist auch der Beamte privat unterwegs: Ein Münchner Polizist, der sich im Dienst auf der Toilette den Finger eingeklemmt hatte, klagte auf Anerkennung eines Dienstunfalls. Er wurde abgewiesen.

  • Knalltrauma war kein Dienstunfall

    augsburger-allgemeine.de - 32 Leser - Seit acht Jahren leidet ein Polizeibeamter aus dem westlichen Landkreis Aichach-Friedberg an einem Hörschaden und Tinnitus. Dies führt er auf ein Knalltrauma bei einer polizeilichen Schießübung zurück.

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