Zur Veröffentlichung von Privatem – RA Daniel im SR3 Radiointerview

Die Veröffentlichung von Privatem ist stets sorgfältig abzuwägen.

Nicht zuletzt, da insbesondere digital veröffentlichte Inhalte nur noch unter großem Einsatz, sowohl in personeller als auch in technischer Hinsicht, zu kontrollieren sind.

Die Überlegung, ob Privates der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist nicht nur von den Betroffenen selbst, sondern auch von den Medien, allen voran von den Online- und Printmedien, anzustellen. Zu beachten ist, dass die Rechte am Schutz der Privatsphäre (Persönlichkeitsrecht-Recht am eigenen Bild) nicht verletzt sind, soweit der Betroffene diese selbst veröffentlicht. Denn durch die freiwillige Veröffentlichung ist von der Zustimmung, beispielsweise des Abgebildeten, auszugehen.

In der Regel geht es um Fotos, die von A-B- oder C-Prominenten geschossen werden und dann im Rahmen der Kette der Verwerter genutzt werden; die Runde machen.

Günther Jauch bezog bereits klar Stellung und warf den Medien „kalkulierte Rechtsverstöße“ vor. Denn es sei den angesprochenen Verlagen hinreichend bekannt, dass eine Berichterstattung über Details aus Jauchs Privatleben nicht hingenommen würden. Gleichwohl geschehe es dauernd. Dass die Anzahl der Rechtsverstöße abnehme, liege wohl insbesondere an seiner konsequenten Art, Persönlichkeitsrechtsverletzungen nicht hinzunehmen. Auch wenn Günther Jauch wohl alle Verfahren gewonnen hat, bleibt es im Kalkül der Medien, eben doch zu berichten und insbesondere Fotos zu veröffentlichen. Ein Rechenexempel. Wie lässt sich die Auflage steigern? Auf welche Arten lässt sich die Rechtsverletzung ausschlachten? Und was kostet es, die Rechte (sehenden Auges) zu verletzen?

Derartige Erwägungen lassen den Schluss zu, dass die Verletzung von Persönlichkeitsrechten geplant und allein aus wirtschaftlichen Motiven heraus geschehen ...

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