Unterschiedliche Mietobergrenzen für Erwachsene und Jugendliche bei Hartz 4?

Immer wieder gibt es Probleme, wenn Jugendliche die sich im im Hartz 4 Bezug befinden aus der elterlichen Wohnung ausziehen wollen oder müssen. Probleme können sowohl bei der Erforderlichkeit des Umzugs als auch bei der Höhe der anerkannten Unterkunftskosten auftauchen.

Nach § 22 Abs. 5 SGB II werden bei Personen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und um bzw ausziehen, Bedarfe für Unterkunft und Heizung für die Zeit nach einem Umzug bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur anerkannt, wenn der kommunale Träger dies vor Abschluss des Vertrages über die Unterkunft zugesichert hat.

Dabei ist das Jobcenter zur Zusicherung verpflichtet, wenn

1. die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,

2. der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder

3. ein sonstiger, ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt.

In diesem Artikel gehe ich davon aus, dass einer der drei Gründe – die Erforderlichkeit – vorliegt und es “nur” noch um die Kosten der Unterkunft geht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es nicht zulässig ist junge Hartz 4 Empfänger, die mit Zusicherung des Leistungsträgers ausziehen, generell auf einen geringeren Wohnstandard oder eine günstigere Miete als ältere Hartz 4 Empfänger zu verweisen, so (vgl: Piepenstock in: jurisPK-SGB II, 3. Aufl. 2012, § 22 Rz 169) ...

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