Strafprozessrecht – Auch wenn der Rechtsmittelführer sein Rechtsmittel gegen ein amtsgerichtliches Urteil bereits ausdrücklich als Berufung bezeichnet hat ist der Übergang zum Rechtsmittel der Revision noch zulässig.

Kann ein Urteil sowohl mit der Berufung als auch mit der (Sprung-) Revision angegriffen werden (§ 335 Strafprozessordnung (StPO)), ist der Übergang von dem Rechtsmittel der Berufung zum Rechtsmittel der Revision auch dann noch zulässig, wenn der Rechtsmittelführer sein Rechtsmittel bereits ausdrücklich als Berufung bezeichnet hat. Voraussetzung ist allerdings, dass die für den Übergang erforderliche Erklärung innerhalb der Revisionsbegründungsfrist des § 345 Abs. 1 StPO erfolgt und sowohl die Erklärung des Übergangs als auch die Revisionsbegründung bei dem Amtsgericht angebracht werden, das das angegriffene Urteil erlassen hat.

In Fällen, in denen das Rechtsmittel als Berufung bezeichnet worden war, kann dies dazu führen, dass die Akten dem Berufungsgericht vorgelegt werden, bevor der Beschwerdeführer sein Wahlrecht verloren hat ...

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