Kündigung bei Fitnessstudio: Aus wichtigem Grund darf immer gekündigt werden

Ein Thema, das Hobbysportler aber auch Betreiber von Fitnessstudios immer wieder beschäftigt: Wann und aus welchem Grund darf ein Fitnessvertrag gekündigt werden? Ist ein 2-Jahres-Vertrag in Ordnung und wie hoch dürfen eigentlich die Gebühren sein.

Kündigungen von Fitnessverträgen beschäftigen regelmäßig nicht nur unsere Mandanten, sondern auch zahlreiche Gerichte. Mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr macht man sich vor allem nach der Weihnachtszeit auf die Suche nach einem geeigneten Fitnessstudio. Doch schnell wird klar, dass diese Vorsätze für eine längere Zeit Bestand haben müssen, denn Betreiber wollen ihre Kunden oftmals für eine lange Zeit an sich binden. Dass hier mitunter auch strittige Situationen entstehen können, ist vorprogrammiert. Deshalb beschäftigen sich nicht nur lokale Amtsgerichte regelmäßig mit Klagen rund um Verträge von Fitnessstudios, sondern bereits im vergangenen Jahr auch der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil v. 08.02.2012 – Az.: XII ZR 42/10). Dem Urteil sind dabei ein paar wesentliche Erkenntnisse zu entnehmen:

1. Lange Laufzeiten sind grundsätzlich in Ordnung

Drum prüfe, wer sich ewig bindet lautet hier die Devise. Studiobetreiber müssen planen können mit Klienten und Umsätzen. Nicht zuletzt deshalb ist eine Erstvertragslaufzeit von z.B. 24 Monaten in Ordnung. Sofern sich kein Umstand ergibt, der ein Sonderkündigungsrecht rechtfertigt, bleibt man an den Vertrag gebunden und hat dafür auch zu bezahlen. Die Höhe der Gebühren spielt dabei übrigens zunächst keine Rolle, denn die sind frei verhandelbar.

2. Aus wichtigem Grund kann immer gekündigt werden

Die obersten Richter stellten hingegen auch noch einmal fest, dass jeder jederzeit aus wichtigem Grund einen Fitnessvertrag kündigen kann. Es spielt keine Rolle, ob und was der Vertrag hierzu Abweichendes regelt ...

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