Kleiner Leitfaden für künftige Polizeischläge durch den Sachverständigen?

So kann man die Ausführungen auch lesen.

Wie man es hätte machen müssen, um noch als Notwehrschlag durchzugehen.

Je nach Lesart.

Und: Wie man als “Prügelpolizist” (oder als solchermassen nach eigener Anschauung ungerechterweise “denunzierter” Polizist?) besser nicht zugeschlagen hätte. Wenn man nach eigener Schutz- oder Verteidigungsbehauptung im Strafverfahren nur reflexartig aus Notwehr zugeschlagen haben will. Und nach Sachdarstellung einer Geschädigten mitnichten aus Notwehr zugeschlagen haben soll.

Folgt man den hier berichteten Ausführungen des Sachverständigen im Verfahren um das Verhalten des Polizeibeamten und Teresa Z. könnte man also – auf knappen Nenner gebracht – den Merksatz als Fazit für künftiges Verhalten im Einsatz ziehen:

Faustschlag mit/ohne Ausholbewegung indiziert eher keine Notwehrhandlung. Schlag mit flacher Hand – da könnte man noch durchkommen mit Notwehrhandlung.

Wirklich? Wie gesagt, es könnte fast so klingen. Natürlich vom Sachverständigen zweifelsohne nicht als solche Anleitung intendiertes Fazit.

Aber: Man sollte sich lieber nicht darauf verlassen, dass das als Regel wirklich hilft. Als Polizeibeamter. Dem Polizeibeamten.

Entscheidend wäre eigentlich wirklich nur: Keine Polizeigewalt. Nicht ausserhalb, nicht innerhalb des Dienstes, im Einsatz. Wenn nicht ………………ja, wenn nicht WIRKLICH eine Notwehrlage besteht. Die es auch und durchaus auch, rein grundsätzlich auch für Polizeibeamte gibt. Für die dann aber auch derselbe Mindestmaßstab und Gesetz gelten, wie sie sich gegen einen Angriff wehren dürfen.

Eben auch nur im Rahmen der dann zur Abwehr eines gegenwärtigen Angriffs gebotenen und verhältnismässigen Notwehrhandlung.

Vielleicht sollte man sich DAS einfach mal als Fazit und Merksatz verinnerlichen ...

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