Bundesarbeitsgericht: Sozialauswahl auch bei Zeitarbeitsfirmen

Das Bundesarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 20.06.2013, Az.: 2 AZR 271/12, festgestellt, dass auch eine Zeitarbeitsfirma eine Sozialauswahl treffen muss, wenn sie Arbeitnehmern betriebsbedingt kündigt. Dies ist eine in § 1 Abs. 3 KSchG normierte Pflicht und gilt auch in diesem Zusammenhang.

Im Ausgangsfall war der Kläger bei einem Zeitarbeitsunternehmen angestellt. Er wurde seit Oktober 2004 als Hilfskraft gegen einen Bruttoarbeitslohn von 1.500 € beschäftigt. Seit Juli 2010 wurde er einem der Kunden des Zeitarbeitsunternehmens als Flugzeugreiniger überlassen und von dem Kunden dort als Vorarbeiter eingesetzt. Im September 2010 erklärte der Kunde gegenüber dem Niederlassungsleiter der Firma, man brauche den Kläger nicht mehr und melde ihn zum 08.10.2010 ab. Daraufhin kündigte die Beklagte dem Kläger zum 31.12.2010 aus betriebsbedingten Gründen ...

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