Namensnennung im Impressum

Eigener Leitsatz: Es liegt eine Verletzung des Namensrechts vor, wenn ohne Einwilligung des Namensträgers, der Namensträger als Mitarbeiter im Impressum einer Zeitschrift genannt wird, und dies nicht zu trifft.

Landgericht Düsseldorf

Urteil vom 10.04.2013

Az.: 2a O 235/12

Tatbestand: Die Parteien streiten um Schadensersatz, Der Kläger ist Autor und Referent verschiedener Fachbeiträge und stellte der Beklagten, die die Fachzeitschrift �XXX� herausgibt, im Jahre 2006 gegen entsprechende Vergütung diverse Manuskripte zur Verfügung. Seither bis zum Jahre 2012 erschien der Name des Klägers im Impressum der von der Beklagten herausgegebenen Zeitschrift �XXX� unter der Rubrik �Mitarbeiter� (Anlagen 3 bis 9). Mit Schreiben vom 11.7.2012 (Anlage 10) mahnte der Kläger die Beklagte ab und forderte sie zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung auf, die die Beklagte mit Schreiben vom 23.7.2012 (Anlage 11) abgab. Ansprüche des Klägers auf Schadensersatz und Kostenerstattung lehnte sie hingegen in diesem Schreiben ab. Gleichwohl war der Name des Klägers danach noch unter der Rubrik �Mitarbeiter� im Impressum der vor diesem Zeitpunkt erschienen Online-Ausgaben der �XXX� genannt. Der Kläger behauptet, auf seine Nennung im Impressum sei er erstmals durch eine Google-Abfrage im Jahr 2012 aufmerksam geworden. Er verlangt nun von der Beklagten Schadensersatz in Höhe von 12.000,00 Euro, der sich aus entgangenen Lizenzgebühren von 2.000,00 Euro pro Jahr für sechs Jahre zusammensetzt, in denen die Beklagte seinen Namen ohne Zustimmung im Impressum verwendet habe. Desweiteren beansprucht der Kläger 5.000,00 Euro Vertragsstrafe, da die Beklagte trotz der Unterlassungserklärung weiterhin seinen Namen auf ihrer Webseite verwende ...Zum vollständigen Artikel


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