LAG Köln zum Anspruch auf Arbeitszeitverringerung im Schichtbetrieb

Arbeitnehmer haben unter den Voraussetzungen des § 8 TzBfG die Möglichkeit, ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zu reduzieren. Der Arbeitgeber kann dem Verringerungsverlangen widersprechen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen. Solche liegen insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht (§ 8 Abs. 4 TzBfG).

Das LAG Köln hatte jetzt über die Frage zu entscheiden, welcher Organisationsaufwand dem Arbeitgeber zugemutet werden kann. Ursprünglich war der als Maschinenführer beschäftigte Arbeitnehmer im Drei-Schicht-Betrieb in Vollzeit tätig. Er hat zwei Kinder, seine Ehefrau ist berufstätig. Nach einer knapp zweijährigen Elternzeit will er nur noch in Teilzeit arbeiten (30 Stunden), und zwar montags bis freitags zwischen 9.00 Uhr und 14.00 Uhr. Die beklagte Arbeitgeberin hatte den Teilzeitwunsch abgelehnt: Das gesamte Konzept der Schichtplanung müsste wegen des Wunsches eines einzelnen Mitarbeiters aufgehoben werden. Andere Mitarbeiter müssten häufiger die Schichten wechseln, was bei diesen zu Unmut führe. Auch die Regelung einer Urlaubsvertretung wäre unzumutbar erschwert ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK