Der lange Weg nach Gera und zurück

Gestern Morgen bin ich von Hamburg kommend ins thüringische Gera gefahren, wo um 13 Uhr ein Erörterungstermin vor dem Schöffengericht in einer komplexen Wirtschaftsstrafsache anberaumt worden war. Der Verteidiger des Mitangeschuldigten war aus Düsseldorf angereist, wir sind später gemeinsam dorthin zurückgefahren. Das Hauptverfahren ist noch nicht eröffnet, aber der Staatsanwalt hatte vorgeschlagen, die Sache doch einmal gemeinsam zu besprechen, und so hatten wir uns auf den Termin verständigt. Wir sind gestern im Rahmen einer knapp eineinhalbstündigen Besprechung ein gehöriges Stück nach vorne gekommen, es zeichnet sich eine einvernehmliche Lösung ab, die eine Hauptverhandlung entbehrlich machen könnte. Da lohnt es dann auch, knapp 10 Stunden im Auto zu sitzen und runde 1.000 Kilometer über teils verstopfte Straßen runterzurattern. Den Mandanten erspart das wohl eine mehrtätige kostenträchtige Hauptverhandlung, die avisierte Lösung (teilweise Einstellung nach § 154 StPO, ansonsten Erledigung im Strafbefehlsverfahren) ist nach den Gesamtumständen angemessen ...

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