Beate Zschäpe als Model im „Eisenbahn-Kurier“?

“Eisenbahn Kurier” 3/1990

Bevor der NSU­-Prozess in die Sommerpause entschwindet, melde ich mich aus dem Zug nach München zu Wort und möchte noch eine kleine Schnurre aus dem Gerichtsalltag erzählen: Der Staatsschutzsenat von Manfred Götzl sieht sich immer wieder freundlichen Mitbürgern gegenüber, die – je nach Sichtweise – dem Gericht bei seiner Arbeit helfen wollen, oder zusätzliche Arbeit verursachen. So war es mit der vermeintlichen Anschlagsdrohung rund um den Prozess oder ist es durch Briefe, in denen die unterschiedlichsten Personen den Richtern ungebeten ihre Solidarität versichern oder mitteilen möchten, welche eigenen großen Dinge sie schon geleistet haben und sich deshalb mit dem Senat seelenverwandt fühlen. Solche Briefe sind in spektakulären Verfahren so normal, wie Wichtigtuer-Zeugen nach der Art, die im „Buback-Prozess” grassierte (Z. B. der Zeuge aus dem Märchenwald).Aktuell hat ein Bürger den Senat auf die Zeitschrift „Eisenbahn Kurier“ hingewiesen. Konkret: Auf die Ausgabe März 1990. Diese Geschichte möchte ich kurz und mit einem Augenzwinkern mitteilen. Dabei heißt es: Verschwörungstheoretiker aufgepasst! Dieses Heft klärt fast den ganzen NSU-Fall. Wenn man etwas Phantasie und schlechtes Augenlicht aufbringt.

Die Fakten: Ein Bürger hat an den Senat geschrieben und darauf hingewiesen, dass im besagten Heft des „Eisenbahn Kuriers“ ein Bild der jungen Beate Zschäpe zu sehen ist. Das Schwarzweis-Bild hat der Hinweisgeber dem Senat auch mitgeschickt: Eine Frau schaut aus dem Fenster eines D-Zuges, zwei weitere Frauen stehen auf dem Bahnsteig unter dem Fenster – wohl um sie zu verabschieden. Die Frau soll Beate Zschäpe sein, vermutet der Briefschreiber. Darauf will er den Senat hinweisen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK