„Keine wünschenswerte Lebensform“

Viel ist in den letzten Wochen und Monaten über den NSU-Prozess sowie die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zu lesen gewesen – aber bei Weitem nicht alles war auch lesenswert. Jetzt, nur wenige Tage vor der Sommerpause in München, äußert sich der hochgeschätzte Claus Roxin in der FAZ zum Strafverfahren und bekundet darin eine bemerkenswerte Einschätzung:
„Es ist sicherlich keine wünschenswerte Lebensform, mit zwei Mördern zusammenzuleben, aber das macht einen Menschen noch lange nicht selbst zum Mörder“.
In seinem Werk „Täterschaft und Tatherrschaft“, das Standardwerk in der Rechtswissenschaft für diese Problematik, vertritt Roxin die These, dass Täterschaft immer eine Beherrschung des konkreten Tatgeschehens voraussetzt. Davon könne aber bei Beate Zschäpe keine Rede sein. Für Roxin begründen die Tatbeiträge, die Zschäpe zugeschrieben werden, nicht mehr als eine „Mitwisserschaft“ und damit einen klassischen Fall der Beihilfe ...Zum vollständigen Artikel


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