Vorspiel mit Todesfolge

Sabine Holzke / pixelio.de

Der Vollblutaraberhengst war der Stute doch wohl ein wenig zu heißblütig. Jedenfalls trat die Stute aus und traf das Bein des Hengstes so unglücklich, dass das Bein einen Trümmerbruch erlitt und der Hengst daher eingeschläfert werden musste.

Nun ging es in einem vom Oberlandesgericht Koblenz entschiedenen Fall (Beschluss vom 10.06.2013 (Aktenzeichen 3 U 1486/12) um Schadensersatzansprüche gegen die Eigentümerin der Stute. Das Oberlandesgericht ist der Meinung, dass Schadensersatzansprüche nicht bestehen.

Anspruchsgrundlage wäre zwar § 833 BGB. Diese Vorschrift ist nach Meinung der Richter anwendbar, auch wenn der Deckakt unter Leitung von Menschen geschah, da die Tiergefahr der Stute jedenfalls bezüglich des Trittes dadurch nicht ausgeschlossen worden sei. Nach Auffassung des Senats ist dieser eigentlich gegebene Anspruch unter Berücksichtigung des Handelns auf eigene Gefahr des Halters des Hengstes gemäß § 254 BGB auf Null zu reduzieren ...

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