Vorfeldunterstützung des Terrorismus – Ausweisung trotz deutscher Kinder

Eine Ausweisung wegen Vorfeldunterstützung des Terrorismus ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts auch gegen Ausländer mit deutschen Kindern möglich. Der Ausweisung eines in Deutschland lebenden türkischen Staatsangehörigen wegen Vorfeldunterstützung des Terrorismus steht die Tatsache, dass er minderjährige Kinder deutscher Staatsangehörigkeit hat, nicht grundsätzlich entgegen. Vielmehr können öffentliche Interessen die privaten Interessen des Ausländers und seiner Familie überwiegen.

In dem jetzt vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fall sind der 44jährige Kläger und seine Ehefrau türkische Staatsangehörige. Sie leben mit sieben Kindern in Deutschland. Das jüngste, jetzt achtjährige Kind besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Während die Ehefrau des Klägers ein Daueraufenthaltsrecht hat, wurde der Kläger im Jahre 2010 ausgewiesen, weil er durch seine Tätigkeit im Vorstand mehrerer kurdischer Vereine und durch die Teilnahme an Demonstrationen und anderen Veranstaltungen die als terroristisch eingestufte Kurdische Arbeiterpartei (PKK) bzw. ihre Nachfolgeorganisationen unterstützt habe.

Seine gegen diese Ausweisung gerichtete Klage hatte vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart Erfolg. Auf die Berufung des beklagten Landes Baden-Württemberg wies dagegen der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Klage ab ...

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