Vertikale Preisbindung: Bundeskartellamt verhängt Bußgeld gegen WALA Heilmittel GmbH iHv 6,5 Mio Euro

Das Bundeskartellamt hat gestern gegen die WALA Heilmittel GmbH, Bad Boll und verantwortliche Mitarbeiter des Unternehmens Geldbußen in Höhe von insgesamt rund 6,5 Millionen Euro wegen vertikaler Preisbindung verhängt.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, über Jahre hinweg Händler unter Druck gesetzt und dazu verpflichtet zu haben, die Preisempfehlungen WALAs für seine Naturkosmetikprodukte der Marke „Dr. Hauschka“ zu befolgen.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes erklärte hierzu, WALA habe sein Vertriebssystem systematisch auf die strikte Einhaltung vorgegebener Endverbraucherpreise ausgerichtet und Druck auf Händler ausgeübt um zu verhindern, dass sie die Preisempfehlungen des Herstellers unterschritten. Anders als eine bloß unverbindliche Preisempfehlung – UVP – seien derartige Preisbindungen verboten, da sie den Wettbewerb zwischen den Händlern verhindern und damit dazu führen, dass Produktpreise künstlich überhöht seien. Auch das selektive Vertriebssystem über ausgewählte Händler diene der Durchsetzung der vertikalen Preisbindung.

Der Vertrieb der WALA-Produkte erfolgt überwiegend über Apotheken, Parfümerien, Kosmetikstudios, Kaufhäuser und Bio-Supermärkte. Das Bundeskartellamt hat das Unternehmen im Sommer 2009 durchsucht. Es reagierte damit auf zahlreiche Beschwerden von Einzelhändlern und Endverbrauchern.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass WALA bereits spätestens seit 2003 mit verschiedenen Maßnahmen die Einhaltung der von WALA ausgesprochenen Preisempfehlungen für Produkte der Marke Dr. Hauschka durchgesetzt hat. So wurden die Verkaufspreise bei Fachhändlern regelmäßig durch den Außendienst kontrolliert und in Fällen der Unterschreitung Liefersperren angedroht und verhängt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK