Betrugsmasche “Millionenerbschaft aus England” (mit Beispielen gefälschter Unterlagen)

In den letzten Wochen kontaktierten uns mehrere Mandanten, die uns – als Kanzlei für deutsch-britische Rechtsfälle – freudig und aufgeregt damit beauftragen wollten, eine Erbschaft in Millionhöhe aus UK nach Deutschland zu transferieren. Es sei schon alles vorbereitet, es hake nur mehr an Kleinigkeiten. Nun gehört die Abwicklung deutsch-britischer Erbfälle (siehe hier) zwar zu unserem Kerngeschäft, unverhoffte Millionenerbschaften sind dann aber doch selten. Wenn sich im ersten Telefonat dann herauskristallisiert, dass es den verstorbenen Verwandten zwar gegeben hat, der Mandant aber gar keinen engen Kontakt zu ihm hatte und der Mandant auch überrascht ist, dass der so viel Vermögen gehabt hat, dann ist bereits klar, wo die Reise hingeht: Wieder mal eine üble Betrugsmasche.

Der Kontakt der Betrüger erfolgt meist über einen vermeintlichen englischen Solicitor oder über den angeblichen Mitarbeiter einer englischen Bank. Es sei ein hoher Betrag hinterlegt, der sofort überwiesen werde, der Erbe müsse nur noch Bankgebühren zahlen oder – noch perfider – ein Geldwäsche-Freigebazertifikat der SOCA kaufen. Die Betrüger geben sich hier deutlich mehr Mühe als bei den üblichen Fällen der Nigeria-Masche. Meist verwenden die Betrüger eine e-Mail-Adresse, die der echten Adresse einer englischen geschäftsbank ähnlich sieht, also statt c.miller@barclays.com zum Beispiel c.miller@barcklays.com. Dem Opfer werden verschiedene “Dokumente” zugeschickt, etwa ein gefälschter Kontoauszug oder ein Hinterlegungszertifikat. Zudem oft gefälschte Personalausweise und Anschreiben der Bank oder der SOCA ...

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