Wetten, dass dieser Fall bei den Prüfungsämtern auftaucht?

Die Parteien lebten in nichtehelicher Lebensgemeinschaft und haben drei gemeinsame Kinder.

Der Beklagte war Eigentümer eines Daimler Benz 280 SE Coupé. Am Geburtstag der Klägerin, am 14.07.2007, überreichte der Beklagte der Klägerin einen Schlüssel für den PKW und erklärte - so die Behauptung der Klägerin - ihr das Fahrzeug zu schenken.

Die restlichen Schlüssel behielt der Beklagte. Er benutzte das Fahrzeug auch in der Folgezeit.

Bei Auszug der Klägerin blieb das Fahrzeug, das in den Wintermonaten nicht benutzt wurde, in einer vom Beklagten angemieteten Garage.

Die Klägerin verlangt Herausgabe.

Klage in 2. Instanz vom OLG München abgewiesen.

Eine Übereignung nach § 929 BGB setzte voraus, dass der Veräußerer jeglichen Besitz aufgibt Daran fehle es vorliegend: Der Beklagte hat der Klägerin nicht alle, sondern nur einen Fahrzeugschlüssel übergeben, und das Fahrzeug unstreitig nach der Feier am 14.07.2007 auch noch selbst benutzt. Zudem befand sich der Pkw weiterhin in einer vom Beklagten angemieteten Garage, zu der außer der Klägerin auch der Beklagte jederzeit Zugang hatte. Somit habe der Beklagte auch nach Übergabe des Schlüssels noch Mitbesitz an dem Fahrzeug.

Das Fahrzeug wurde der Klägerin auch nicht nach §§ 929, 930 BGB wirksam übereignet. Eine solche Übereignung setzte voraus, dass zwischen den Parteien ein konkretes Besitzmittlungsverhältnis i. S. des § 868 BGB bestand oder begründet wurde, kraft dessen der Veräußerer seinen Mitbesitz künftig für den Erwerber ausübt. Ein derartiges Besitzmittlungsverhältnis kann auch durch schlüssiges Verhalten oder etwa durch eine Sicherungsabrede begründet werden ...

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