Sind Menschen in der höchsten Eskalationsstufe wirklich aggressiv?

Im Rahmen eines Kommunikationsseminars sollten wir verschiedene Themen vorstellen. Meine Gruppe bekam die Aufgabe, Konfliktmanagement darzustellen. Also haben wir zunächst in drei kurzen Rollenspielen die verschiedenen Eskalationsstufen vorgestellt. Unser Trainer meinte, die Darstellung der höchsten Eskalationsebene sei zu aggressiv dargestellt worden. Nun stellt sich die Frage: gibt es eine Grenze an Agressivität, die niemals in Konflikten überschritten wird?

Der österreichische Konfliktforscher Friedrich Glasl hat hierzu 9 Eskalationsstufen entwickelt, die er in 3 Ebenen einteilt:

Stufe 1: Verhärtung

Ab und zu gibt es Meinungsverschiedenheiten. Ein Konflikt wird noch gar nicht als solcher wahrgenommen.

Stufe 2: Polarisation und Debatte

Die Parteien überlegen sich, wie sie die andere Seite mit Argumenten überzeugen. Die Meinungsverschiedenheiten führen zu einem Streit.

Stufe 3: Taten statt Worte

Abbruch von Gesprächen oder das Schaffen von Fakten bestimmen das Bild.

Stufe 4: Images und Koalitionen

Das eigene Image wird aufpoliert, Allianzen werden gegründet.

Stufe 5: Gesichtsverlust

Inzwischen versucht man aktiv, den anderen zu demaskieren und denunzieren.

Stufe 6: Drohstrategien

Man weiß sich nicht mehr weiter zu helfen, als die eigene Position durch Drohungen durchzusetzen. Es werden Ultimaten gestellt.

Stufe 7: Begrenzte Vernichtungsschläge

Jetzt wird versucht, dem anderen ernsthaft Schaden zuzufügen. Ziel ist jedoch noch nicht die Vernichtung des anderen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK