Schlafender Hund wird zur Gefahr

Der 19. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat mit Urteil vom 15. Februar 2013 entschieden (Az.: 19 U 96/12), dass ein Kunde, der in einem Geschäft über einen im Eingangsbereich liegenden Hund stürzt und sich dabei verletzt, von dem Hundehalter grundsätzlich die Zahlung von Schmerzensgeld und Schadenersatz verlangen kann.

Im August 2009 hatte die 61-jährige Klägerin Einkäufe in einem Reitsportgeschäft getätigt, als sie beim Verlassen des Ladens über einen im Eingangsbereich liegenden Schäferhund einer Verkäuferin stürzte. Der Hund hielt sich mit Billigung der Ladeninhaberin regelmäßig in dem Geschäft auf. Es hatte sich kurz vor dem Sturz der Klägerin von dieser unbemerkt in den Eingangsbereich, der sich kurz vor der Kasse befand, zum Schlafen niedergelegt und den Zugang zum Geschäft so gut wie versperrt.

Da sich dies hinter dem Rücken der Klägerin abspielte und sie nicht mit dem Tier gerechnet hatte, übersah sie den Hund. Wegen einer bei dem Sturz erlittenen schweren Knieverletzung forderte sie von der Hundehalterin die Zahlung von Schadenersatz sowie eines Schmerzensgeldes in Höhe von 15.000 Euro.

Die Hundehalterin fühlte sich für den Unfall jedoch nicht verantwortlich. Sie war der Meinung, dass sich die Klägerin den Sturz aufgrund ihrer Unaufmerksamkeit selbst zuzuschreiben habe ...

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