Nachvollziehbar, aber auch rechtens? Amazon sperrt Kundenkontos.

Ich brauche mal kurz einen Bohrhammer, möchte mal in die neue CD von Daft Punk reinhören, würde gerne mal die neue Lippenstiftfarbe ausprobieren, brauche für die Hochzeit noch einen Anzug(*). Wer hat in einer solchen Situation nicht schon einmal den gut gemeinten Tipp eines Freundes bekommen: Bestell´s doch online bei Amazon und schick es dann zurück - du hast doch ein Widerrufs- und Rückgaberecht. Verbraucherfreundlicher E-Commerce Tatsächlich, verbraucherfreundliche E-Commerce-Regelungen machen es möglich. Ein Blick in § 312d und § 355 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) verrät, dass man als Verbraucher eigentlich gefahrlos eine Sache bestellen und sie dann 14 Tage später wieder zurückschicken kann. Bislang auch noch häufig, ohne dafür einen Cent Porto zu zahlen(**). Dass das für die Online-Händler richtig teuer ist, kann verschiedentlich nachgelesen werden - pro Retoure kommen da zwischen 7,- und 20,- Euro zusammen - nicht mitgerechnet ist der Minderwert der nach Rückgabe nunmehr gebrauchten Sachen. Es war schon zu lesen, dass sich beispielsweise Zalando dagegen gewehrt hat, und bereits im November letzten Jahres berichtete Kollegin Neubauer darüber, dass auch Amazon die Kunden mit hoher Rücksendequote gewarnt hat. Und die Computerzeitschrift c´t berichtete, dass beim Branchenprimus bereits Kundenkonten gesperrt worden seien. Caschys Blog berichtet nun aktuell von mehreren Fällen einer solchen Kontensperrung bei Amazon. Ohne vorherige Warnung. (Ich konnte leider nicht nachprüfen, ob dies der Wahrheit entspricht, jedoch wurde die Meldung von zahlreichen Medien aufgenommen, die auch davon berichten, dass Amazon auf Anfragen nicht reagiert ...Zum vollständigen Artikel


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