Rien ne va plus – wenn die Schwerbehinderung der Beförderung das Limit setzt

…………oder, um präzise zu sein: wenn der Arbeitgeber den Mitarbeiter wegen einer solchen nicht bei der Beförderungsentscheidung berücksichtigt, dann ist der Weg manchmal durch die Instanzen stattdessen unumgänglich.

Wenn man sein Glück im und am Fall versucht, versuchen muss, um klären zu lassen, ob wirklich nichts mehr ging und geht, rien ne va plus. Und um zu seinem Recht zu kommen, das man sucht. Manchmal gleicht das einem Glücksspiel, so mutet es manchem zumindest an. Und zwischen der Suche und der Sucht nach dem Glück, das man dort erhofft (und das die einen im Casino, die anderen im Weg durch die Instanzen suchen) stolpert man dann gelegentlich über Fälle, bei denen sich die Fäden beider Suchen kreuzen.

Was am Ende herauskommt und wen es glücklich(er) machen wird, ist im folgenden Fall dann Sache des Bundesarbeitsgerichts: Am 22. August 2013 wird beim 8. Senat des Bundesarbeitsgerichts ein solcher Fall verhandelt. Dort geht es um die Frage der Entschädigung wegen Benachteiligung bei einer Beförderungsentscheidung aufgrund einer Schwerbehinderung.

Die Parteien streiten über einen Entschädigungsanspruch des Klägers wegen behaupteter Benachteiligung bei einer Beförderungsentscheidung.

Der als schwerbehinderter Mensch anerkannte Kläger ist bei der Beklagten (Betreiberin einer Spielbank) als Souschef beschäftigt und wird von der Beklagten auch als Tischchef im Klassischen Spiel (Roulette, Black Jack, Poker) eingesetzt.

Der Kläger ist einer von zwei Stellvertretern des im Betrieb der Beklagten gewählten Schwerbehindertenvertreters.

Im Oktober 2009 schrieb die Beklagte innerbetrieblich zwei Stellen als Tischchef aus, um die sich neben dem Kläger drei Frauen und 22 Männer, unter ihnen der Schwerbehindertenvertreter und dessen weiterer Stellvertreter, bewarben. Die Beklagte beteiligte die Schwerbehindertenvertretung im Rahmen des Stellenbesetzungsverfahrens nicht. Nach § 81 Abs ...

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