Zwei Jahre durchgehend krank rechtfertigt nicht zwangsweise eine ordentliche Kündigung!

Eine ordentliche Kündigung wegen Krankheit ist nicht ohne weiteres möglich. Vielmehr müssen nach der einschlägigen Rechtsprechung die folgenden drei Voraussetzungen erfüllt sein Zunächst muss eine sog. negative Gesundheitsprognose vorliegen. Es muss aufgrund objektiver Tatsachen zu befürchten sein, dass weitere Erkrankungen im bisherigen Umfang auftreten werden. Weiter muss eine erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher oder wirtschaftlicher Interessen vorhanden sein. Die zu erwartenden Fehlzeiten können eine Kündigung nur dann rechtfertigen, wenn sie zu konkreten Betriebsablaufstörungen oder zu erheblichen wirtschaftlichen Beeinträchtigungen führen. Letztlich muss eine umfassende Interessenabwägung vorgenommen werden.

Aktuell entschieden wurde, dass eine durchgängige zweijährige Erkrankung eine solche ordentliche Kündigung nicht unbedingt rechtfertigt. Im vorliegenden Fall war ein schwerbehinderter Busfahrer erkrankt. Der Arbeitgeber hatte ordnungsgemäß die Zustimmung des Integrationsamtes eingeholt sowie die Betriebsvertretung und die Schwerbehindertenvertretung angehört ...

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