Wenn ein privates Bauvorhaben städtebauliche Probleme lösen soll

Die Baugenehmigung zur Errichtung eines Einfamilienhauses darf nicht deshalb verweigert werden, weil die durch eine Explosion entstandene Baulücke an einem Marktplatz nicht mit dem Vorhaben geschlossen würde. Denn das streitige Gebäude soll ca. 60 m zurückversetzt errichtet werden und damit wäre es deutlich abgegrenzt von der städtebaulichen Situation am Marktplatz und würde nicht zum dortigen Ensemble gehören.

Mit dieser Begründung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in dem hier vorliegenden Fall den Freistaat Bayern zur Erteilung einer Baugenehmigung in dem Bereich des Marktes Lehrberg verpflichtet, der von der verheerenden Gasexplosion im Jahr 2006 betroffen war, bei der fünf Menschen getötet und etliche verletzt worden sind. Der Markt Lehrberg hatte sein Einvernehmen zu dem Bauantrag für die Errichtung eines Einfamilienhauses verweigert. Das Landratsamt lehnte die Erteilung der Baugenehmigung ab. Das Bauvorhaben löse das städtebauliche Problem nicht, das wegen der explosionsbedingten Baulücke bestehe, denn es sei im hinteren Teil des Grundstücks geplant und nicht entlang der Straße. Das Verwaltungsgericht Ansbach wies die Klage auf Erteilung der Baugenehmigung ab. Daraufhi ist Berufung eingelegt worden ...

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