Spielwarenmesse eG verliert UDRP-Verfahren um “spielwarenmesse.com”

Die Nürnberger Spielwarenmesse eG, Veranstalterin der größte Spielwarenmesse der Welt “Spielwarenmesse International Toy Fair”, ging gegen die Name Administration Inc. (BVI), Firma des bekannten Domaininvestors Frank Schilling, im Wege des UDRP-Verfahrens wegen des Domainnamens “spielwarenmesse.com” vor und unterlag (Spielwarenmesse eG v. Name Administration Inc. (BVI), WIPO Case No. D2013-0744).

Das Panel ging davon aus, dass es sich bei dem Begriff “Spielwarenmesse” um einen beschreibenden Begriff handelt und dass der Domaininhaber den Domainnamen beschreibend in Verbindung mit Spielzeug benutzt. Es kam zu dem Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen habe, dass der Domaininhaber selbst kein eigenes Recht oder berechtigtes Interesse nach §§ 4(a)(ii) i.V.m. 4(c) der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) hat. In diesem Zusammenhang stellte das Panel auch fest, dass die Beschwerdeführerin selbst – wenn überhaupt – dann unter der tatsächlichen Bezeichnung der Messe “Spielwarenmesse International Toy Fair Nuremberg” Bekanntheit erlangt haben könne und dass nicht nachgewiesen sei, dass der Beschwerdegegner zum Zeitpunkt der Registrierung des Domainnamens im jahr 2002 Kenntnis von den Rechten der Beschwerdeführerin hatte.

The Complainant has shown by various exhibits that its toy trade fair is one of the most important ones in this field. The Panel is therefore convinced that its fair has reached certain fame. However, this is not (necessarily) the case for the use of the term “Spielwarenmesse” as to uniquely identify the respective fair of the Complainant. As the Complainant points out in various sections of its Complaint, its fair is promoted in Germany and abroad under the name “Spielwarenmesse International Toy Fair Nuremberg” ...

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