Gesetzgeber stärkt die Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs.

Mit Gesetz vom 26.06.2013 (StORMG) hat der Bundestag die Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs gestärkt. Die für die Opfer wesentlichsten Neuerungen sind:

Zivilrechtliche Schadensersatzansprüche, die auf der vorsätzlichen Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung beruhen, verjähren gemäß § 197 Abs. 1 Nr. 1 Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB ) n.F. jetzt erst in 30 Jahren. Diese dreißigjährige Verjährungsfrist gilt für alle am 30.06.2013 bestehenden und noch nicht verjährten Schadensersatzansprüche (§ 31 des Art. 229 Einführungsgesetz BGB ).

Die strafrechtliche Verfolgungsverjährungsfrist (§ 78 Strafgesetzbuch (StGB )) ruht jetzt gemäß § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB bei Straftaten nach §§ 174 (Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen), 174a (Sexueller Missbrauch von Gefangenen), 174 b (Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung einer Amtsstellung), 174c Sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses), 176 (Sexueller Missbrauch von Kindern), 176a (Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern), 176b (Sexueller Missbrauch von Kindern mit Todesfolge), 177 (Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung), 178 (Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge), 179 (Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen) und 225 (Misshandlung von Schutzbefohlenen) sowie nach den §§ 224 (Gefährliche Körperverletzung) und 226 (Schwere Körperverletzung), bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres des Opfers und nicht mehr nur bis zur Vollendung des achtzehnten Lebensjahres.

Ab 01.09.2013 ist gemäß § 397a Abs. 1 Nr. 4 Strafprozessordnung (StPO) n. F. dem Nebenkläger bzw ...

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